2. Dezember 2011

Finanzierung ist durch!

Gestern kam endlich der erlösende Anruf: Wir haben das Hessendarlehen. Jetzt steht dem Bezahlen des Hausbaus nichts mehr im Wege. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen, wir hätten zwar auch ohne Probleme über die Bank finazieren können, aber die Zinsen beim Hessendarlehen sind unschlagbar günstig - ca. 30% unter Kapitalmarkniveau. Dadurch sinkt halt auch unsere monatliche Belastung. Jetzt kann ich Fingerhaus wie besprochen die noch offene Summe der großen Rohbaurechnung überweisen. Sobald ich das Geld wirklich "bar" habe.


Dieses Wochenende können wir unser Haus nicht betreten, da gestern der Estrich eingebracht wurde. Dafür fing...
Mittwoch (von wegen, trotz Zusage),
Donnerstag (um 15.00, zwei Männer, die leider nicht wußten, was sie wo machen sollen - wieso machen eigentlich Versorger, Erdbauer, Bauleiter, Bauherren einen Termin am Grundstück aus und besprechen ALLES miteinander? Dieser Termin war vergangenen Mittwoch!),
also wohl endgültig oder auch nicht, ich bin ja nicht dabei,...
heute unser Erdbauer, die Versorger ins Haus zu legen. Tja, ich fürchte mal, unsere Estrichtrocknung wird über Baustrom laufen... Irgendwo muss doch noch ein Geldesel rumstehen.

Wenigstens den Gerüstabbau können wir einsparen, die Erdbauer buddeln um das Gerüst herum - ist so mit den Versorgern abgesprochen. Ich denke mal, vor Weihnachten tauchen hier auch keine Verputzer mehr auf - was nicht weiter schlimm ist, solange wir nicht drin wohnen, kann das Gerüst gerne stehenbleiben.

30. November 2011

Ab Morgen: Betreten verboten!

Heute habe ich noch die beiden Eingangstüren mit Brettern abgestellt, denn morgen kommt unser Estrich. Danach heißt es bis mindestens Montag: Wir müssen leider draußen bleiben. Zum Glück entwickelt sich die Außentemperatur z.Zt ganz positiv, wir kommen nicht mehr an die Null-Grad-Grenze heran, sondern bleiben gut im Plus.

Heute hatte ich befürchtet, dass Wasser unter die Folie gelaufen wäre
Auf dem Foto sieht man ja ganz deutlich die dunklen Stellen, die aussehen, als ob da ein kleiner Bach aus dem Heizkraftverteiler rausgelaufen wäre.




Unter der weißen "Folie" konnte man sogar Wassertropfen sehen.

Also rief ich unseren Bauleiter an, der mir, nachdem ich ihm Fotos zugesandt hatte, erklärte, dass die Rohre in eine feuchte Masse gebettet wurden. Diese würde dann zusammnen mit dem Estrich trocknen.






Unsere Bautüren sind inzwischen von innen provisorisch gedämmt, damit der Estrich nicht frieren muss. Hier ist es die Tür im Heizungskeller, die in den nächsten Wochen nicht geöffnet werden wird, die "Haustür" habe ich so gedämmt, dass sie jederzeit aufgeht - wäre sonst ja auch ein bißchen seltsam, wenn wir gar nicht ins Haus könnten.

Auf unsere richtigen Türen müssen wir leider bis ca. Ende Januar warten, da wir diese erst jetzt bestellt haben.





29. November 2011

Klar...

unser Bauleiter hat uns gefragt, ob wir die Dämmung bis diese Woche schaffen würden, und wir haben ihm dies bestätigt. Also könnte man jetzt meinen, wir seien selbst Schuld an der Situation.
Ja, irgendwie stimmt das ja auch,... ABER: Die Innendämmung haben wir auch locker geschafft, jedoch jede Wand estrichbereit zu machen, ist in der Kürze der Zeit einfach unmöglich gewesen. Und ich bin - naiv, ich weiß - irgendwie davon ausgegangen, dass wir uns die Fläche nicht mit den Firmen teilen müssen, den auch das kostet einiges an Zeit.

Mein Ratschlag an alle Leser lautet daher: Fragt genau nach, bis wann welche Eigenleistungen in welchem Umfang erledigt sein müssen. Verlaßt euch nicht zu sehr auf den Bauablaufszettel, sondern macht euch zusätzliche Notizen

Nicht so einfach...

wenn man sich gegenseitig über die Füße läuft.

Da die Elektriker bis 22.11. auch im Keller gearbeitet haben, ist ein Einbau der Dämmung naturgemäß erst danach möglich. Die Leitungen kommen ja ans/ins Mauerwerk.
Dementsprechend haben wir erst am 23.11. mit den Arbeiten für die Dämmung in zwei Kellerzimmern (zwei bzw. drei Wände), Flur (zwei Wände mit vielen Türen, Treppe...) und Duschbad anfangen können.
Alleine das Flexen der Ständer und der Decken-/Bodenschienen, Vorbohren der Löcher, Anschrauben der Schienen,...) dauert ja auch eine gewissen Zeit. Auch die Rigipsplatten passen sich ihrem künftigen Wirkungsort nicht von alleine an.
Uns ist bewußt gewesen, dass wir nach Abschluß der Elektrorohinstallation ein paar harte Tage vor uns haben, aber so haben wir uns es nicht vorgestellt. Gleichzeitig mit uns ist auch der erste Trupp für die Klemptner und Heizungsarbeiten eingelaufen, also haben wir uns die Kellerräume mit den Arbeitern (sehr fleißig) und dem Material geteilt. Donnerstag und Freitag sind wir uns dann alle ständig über die Füße gelaufen.

Wir haben die Vorsatzschale erstellt, sie Leitungen auf dem Boden und im Heizungskeller verlegt - herrlich, ich liebe Hindernislauf. Samstag haben wir dann Dämmwolle eingebracht und am Sonntag die Dampfsperre geklebt, sehr penibel, um Ecken, an die Unterseite der Treppe,... Jedoch nur im unteren Teil der Räume, da wir es sonst zeitlich gar nicht geschafft hätten. Da wir am Sonntag die Nachbarschaft nicht völlig haben verprellen wollen, haben wir das Anschrauben der Rigipsplatten auf Montag verschoben. Unsere Kinder (der Kleinste ist gerade mal 5) haben wir viele Stunden alleine zuhause gelassen, damit wir überhaupt vorankommen.

Montag dann: Vor uns steht die Firma, die Styropor verlegt und die Heizschläuche in die Zimmer legt. Der Vorarbeiter teilt uns mal eben mit, dass wir bis Dienstag, 7.00 Uhr, mit den Eigenleistungen fertig sein müssen. Ach ja, wir müssen natürlich auch alle anderen Wände, die nicht gedämmt werden müssen, noch vor Dienstag mit Rigipsplatten versehen. Wie???????? Hat Göttergatte leider vergessen zun erwähnen, ihm hat es Freitag der Bauleiter gesagt.

Also haben wir im Akkord Rigipsplatten zugeschnitten (schneiden, brechen) und an die Vorsatzschale geschraubt - immer verbunden mit einem Tanz um herumstehendes Material von zwei Firmen und dem Hindernislauf über diverse Leitungen. Das diese teilweise von den Firmen wieder entfernt worden sind, um noch dahinter Arbeiten abzuschließen, sei nur am Rande erwähnt.

Danach haben wir dann noch für ca. 30 m Wandlänge - in z.T. kleinen Abschnitten (Türrahmen, Treppe,...) Rigipsstreifen von 20 cm Höhe doppelt zugeschnitten und damit jede Wand abgestellt (und mit Klebeband befestigt). Eine Arbeit von Mittag bis fast Mitternacht.
Jede Wand,...? Nun, nicht so ganz. In zwei Räumen (Heizungskeller, Keller) arbeiten noch die Mitarbeiter der Heizungsfirma bzw. lagern dort Werkzeug und Material (die Arbeiter sind wirklich gut und schnell, aber zaubern können sie halt auch nicht). Die passenden Streifen - soweit ein Messen überhaupt möglich gewesen ist - haben wir zugeschnitten, aber Anbringen ist bis heute 8.00 Uhr nicht möglich gewesen. Nachdem ich noch ein abendliches Gespräch mit dem Bauleiter gehabt habe (Stichwort enge Terminierung), wird das restliche Abstellen jetzt durch die erste Firma erledigt.

Heute habe ich mir also von der Firma, die im Keller heute Styropor und Heizschlangen verlegen möchte, anhören müssen, dass sie so nicht arbeiten können, wir hätten bis 7.00 Uhr alles fertigmachen MÜSSEN. Also, ICH kann nicht Werkzeug und Material einer Firma rausschaffen und auch nicht wissen, welche Arbeiten noch durchgeführt werden müssen. Unsere Sachen haben wir im Dunkeln noch auf die Treppe geschafft, da sie dort nicht im Weg sind, und einen Teil außerhalb abgestellt.
Den Vorarbeiter habe ich an unseren Bauleiter verwiesen, mit dem ich ja gestern Abend abgesprochen habe, wie es weitergehen soll.

Ich akzeptiere, dass alle einen engen Terminplan haben.

Ich kann sehr gut verstehen, dass die Männer schnell fertigwerden müssen, damit sie zum nächsten Einsatzort kommen können.

Ich verstehe ja nur nicht, wieso man erst sagt, der Heizungskeller muss bis zum Einbau der Heizung an deren Standort verputzt sein, und dabei unerwähnt lässt, dass auch der restliche Keller verputzt oder mit Rigipsplatten versehen sein muss.

Ich verstehe nicht, dass man nicht schon bei der Bemusterung oder diversen Vorgesprächen gesagt bekommt, dass die Dämmung VOR dem Estrich erledigt sein muss. Zumindest wüsste ich nicht, dass es uns jemand gesagt hätte.

Ich möchte ja bloß wissen, wie man mit Eigenarbeiten und Firma gleichzeitig im selben Raum zurecht kommen soll, ohne sich gegenseitig ständig zu behindern.

Zwischen Hausaufstellung und Abschluß des Heizungseinbaus (heute) liegen gerade mal 13 Tage:
16.11. erste Stelltag
29.11. Heizung ist eingebaut
Der Estrich kommt dann vermutlich auch noch diese Woche...



Ich werde jetzt mal Feierabend machen und mich zuhause mal gründlich ausruhen. Die letzten Tage als Handwerkerin sind nicht unbedingt das Wahre für eine Bürokraft gewesen - obwohl vieles Spaß gemacht hat (es hätte fast alles Spaß gemacht, wenn nicht der Zeitdruck gewesen wäre). Ausruhen wäre wirklich toll, aber leider ist seit einer Woche kaum etwas im derzeiten Haushalt passiert, also muss ich heute wohl...

22. November 2011

Der Aufbautrupp ist abgereist

Nachdem heute der Aufbautrupp seine letzten Arbeiten erledigt hat, übernehmen jetzt die Heizungsbauer das Regiment. Heute ist noch Katja im Keller verlegt worden, die Bodentreppe ist jetzt eingebaut, es sind Rigipsplatten angebracht worden und zu guter Letzt sind noch ein paar Ziegel in Richtung Dach verfrachtet worden.

Gleichzeitig haben die Heizungsbauer mit dem Verlegen diverser Rohre begonnen.

Wir haben indessen kiloweise Material für die Dämmung ins Haus geschleppt - morgen müssen wir loslegen. Alles gar nicht so einfach mit drei Kindern und Berufstätigkeit.

Dies ist eins der Zimmer in dem die Außenwände gedämmt werden müssen, derzeit dient es als Materiallager für unsere Sachen. Seit heute sind die Fenster eingebaut, die Außenfensterbänke jedoch noch nicht, da hier nochmal die Kellerbauer nachbessern dürfen. Obwohl ich auf die Kellerbaufirma nichts kommen lassen, denn die Arbeit ist absolut in Ordnung.




21. November 2011

Meinungsänderung Kellerinnendämmung

Auf den guten Rat eines Baustoffhändlers haben wir uns entschieden, nicht mit Rigitherm zu dämmen, da hier bei Laien viel schiefgehen kann. Die Gefahr besteht, dass sich hinter den Platten Schimmel einnistet, wenn man nicht super genau jeden Luftspalt verschließt. Auch müssen vorher alle Unebenheiten zugespachtelt werden.

Hätten wir uns vorher genauer mit diesem Thema befaßt, dann wäre sicher eine Außendämmung durch Fachleute gemacht worden. Leider geht das jetzt nicht mehr, unser Haus steht auch nur 6 cm über.

Wir bauen jetzt eine Vorsatzschale aus Metallschienen mit dazwischenliegender Dämmung, darauf eine Dampfbremse und dann Rigipsplatten. Das Material haben wir heute gleich besorgt, damit wir morgen loslegen können. Die Steckdosen und Lichtschalter müssen wir außen auf den Platten markieren, damit der Elektriker dann an diesen Stellen seine Löcher bohren und dann luftdichte Steckdosen montieren kann.

Heute ist das komplette Haus verkabelt worden, jetzt können die Heizungsbauer rein. Morgen werden noch Fenster im Keller gesetzt und dann wohl noch Decken usw. beplankt.


Die Treppe vom Keller hoch ins Haus ist jetzt auch gesichert, mein Vater hat aus Holzlatten und -resten ein stabiles Geländer gebaut. Dieses dürfte EWIG halten, so dass wir es sicher noch am Einzugstag bewundern können.

20. November 2011

Keller

Die Wand hinter der Heizung ist mit Rigipsplatten beplankt und jetzt auch weiß gestrichen - ohne Grundierung, wenn ein bißchen grün durchschimmert ist das nicht die Welt. Hinter der Heizung wird dies bestimmt niemand kontrollieren. Bis auf eine Platte sitzen alle bombenfest, die eine werden wir nochmal an der Mauer festschrauben müssen, oben klebt sie nicht so gut.

Morgen kommt dann der Elektriker (von FH) und verkabelt den Keller. Danach können wir die Innendämmung anbringen. Löcher für die Kabel müssen wir nicht bohren, das macht er dann selbst. Glück gehabt. Elektrik haben wir aufgemustert, so ist alles im diesem Bereich aus einer Hand. Ich hoffe nur, wir bekommen das mit der Dämmung hin, morgen muss ich erstmal die Platten auftreiben. Dazu den passenden Kleber und die passende Spachtelmasse und natürlich gleich eine Grundierung.

Auf der Seite der Fa. Rigips gibt es eine ausführliche Anleitung (lustig sind die fliegenden Platten und die saubere Maurerkelle beim Verteilen des speziellen "Mörtels") wie man Rigithermplatten verarbeiten muss. Damit sollten selbst unerfahrene Laien wie wir klarkommen. Schwierig ist nur die exakte Anpassung an komplizierte Ecken, aber auch da werden wir eine Lösung finden.


Wir haben übrigens eine hohe Rechnung (werkvertragsgemäß) von FH bekommen, aber noch immer keine endgültige Zusage der Wi-Bank. Bis morgen warten wir noch, ansonsten steht ein Gespräch mit der Bank an. Diese würde uns die ausstehende Summe finanzieren, aber wir hätten halt doch gerne den günstigen Zinssatz des Hessen-Darlehens.